NEWSID: 2137
Datum: 25.03.2021 - 01:32 Uhr | Schleswig-Holstein

Nach Explosion: Einfamilienhaus lichterloh in Flammen - Einsatzkräfte vermuten Ehepaar (56 und 57) in den Trümmern - Sohn soll kurz vorher mit dem Auto weggefahren sein

Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort - Meterhohe Flammen lodern in den Nachthimmel - Einsatzkräfte können Übergreifen der Flammen auf weitere Häuser verhindern

Nach Explosion: Einfamilienhaus lichterloh in Flammen - Einsatzkräfte vermuten Ehepaar (56 und 57) in den Trümmern - Sohn soll kurz vorher mit dem Auto weggefahren sein: Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort - Meterhohe Flammen lodern in den Nachthimmel - Einsatzkräfte können Übergreifen der Flammen auf weitere Häuser verhindern

Datum: 25.03.2021 - 01:32 Uhr
Ort: Horst bei Itzehoe / Schleswig-Holstein / Kreis Steinburg

Als die ersten Einsatzkräfte am späten Abend in der Wohnsiedlung in Horst bei Itzehoe eintrafen, schlugen die Flammen bereits meterhoch aus dem Haus. Kurz zuvor war es in dem Anwesen im Hermann-Löns-Weg nach Einschätzung der Feuerwehr offenbar zu einer Explosion gekommen. Zwei der drei Bewohner des Hauses gelten aktuell als vermisst - doch aufgrund der massiven Ausbreitung des Feuers konnten die Retter das Haus gar nicht mehr betreten, um nach ihnen zu suchen- für die Einsatzkräfte eine sehr belastende Situation. Lediglich der Sohn der Familie soll nach Angaben von Nachbarn vor der Explosion das Haus verlassen haben und mit seinem Auto davongefahren sein.
Mit einem massiven Löschangriff versuchten die rund 80 alarmierten Einsatzkräfte der Feuerwehr das Feuer einzudämmen - doch auch dies gestaltete sich aufgrund der massiven Zerstörung des Hauses sehr schwierig. Daher musste auch ein Bagger anrücken, um die Wände des Hauses teilweise einzureißen. Nur so konnten die Einsatzkräfte an die Glutnester gelangen. Es gelang den Feuerwehrleuten aber, ein Übergreifen des Feuers auf weitere Häuser in der Nachbarschaft zu verhindern.
Doch auch umstehende Autos wurden durch offenbar herumfliegende Trümmerteile teilweise schwer beschädigt.
Das betroffene Haus wurde durch die Explosion und das anschließende Feuer vollständig zerstört. Daher wird es auch erst nach Abschluß der Löscharbeiten und wenn die Ruine betreten werden kann endlich Klarheit über das Schicksal der beiden Vermissten geben - die Einsatzkräfte rechnen aber mit dem Schlimmsten, da das Auto der Bewohner noch vor dem Haus steht.
Auch am Vormittag haben die Ermittlungen der Polizei noch keinen Hinweis darauf ergeben, dass sich das Vermisste Ehepaar im Alter von 56 und 57 Jahren möglicherweise doch noch rechtzeitig hat retten können. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden in ihrem Haus ums Leben gekommen sind und bittet Zeugen, die zur Explosionszeit verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 04821-6020 zu melden.
Und auch wenn der Grund für die Explosion noch unklar ist, warnt die Feuerwehr eindringlich: "Wenn man Gasgeruch im Haus feststellt, sollte man keine elektrischen Geräte mehr einschalten, das Haus sofort verlassen und die Feuerwehr alarmieren".

© westkuesten-news.de / Florian Sprenger
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Unsere O-Töne
O-Ton Daniel Meinecke, Pressesprecher Kreisfeuerwehrverband Steinburg: "Die Rettungsleitstelle erreichten am späten Abend mehrere Anrufe, die von einer Explosion und einem Feuerschein hier in einem Einfamilienhaus in Horst berichteten. Dies bestätigte sich beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte auch so, die hier ein Haus in Vollbrand vorfanden. In dem Geäbude hier sind drei Personen gemeldet. Nachbarn hatten dann an der Einsatzstelle mitgeteilt, dass der Sohn der Familie weggefahren sein soll, bevor sich die Explosion ereignete. Deshalb gehen wir hier von zwei vermissten Personen aus. Augenscheinlich handelte es sich hier um eine Gasexplosion, genauere Ermittlungen muss die Polizei führen. Ein Problem ist hier die Instabilität des Gebäudes, aufgrund dessen die Einsatzkräfte das Haus nicht mehr betreten können. Aber auch psychisch ist das natürlich belastend, da das eine nicht alltägliche Einsatzsituation ist. Aktuell werden hier noch die Glutnester abgelöscht. Es ist auch ein Bagger im Einsatz, der hier die Wände des Hauses einreißt. Überwacht werden die Arbeiten von der Kriminalpolizei, die hier auch die Beweisermittlungen aufgenommen hat. Im Einsatz sind hier drei Feuerwehren mit rund 80 Einsatzkräften. Generell sollte man bei Bemerken eines Gasgeruchs im Haus keine elektrischen Geräte einschalten, das Haus schnellstmöglich verlassen und die Feuerwehr alarmieren.

    Unsere Bilder
  • Totale der Einsatzstelle
  • Haus steht licherloh in Flammen, Meterhohe Flammen über Haus
  • Starke Rauchentwicklung über Einsatzstelle
  • Feuerwehr mit Großaufgebot vor Ort, zahlreiche Einsatzkräfte
  • Löscharbeiten am Gebäude, teilweise unter Atemschutz
  • Trümmerteile rund um das Haus, beschädigte Autos
  • Bagger vor Ort, Außenwände des Hauses werden eingerissen
  • Polizei an der Einsatzstelle, Einsatzkräfte besprechen sich
  • Technisches Hilfswerk vor Ort
  • Fahrzeuge werden mit Bagger und Seilwinde vom Haus weggezogen
  • Eingestürzte Wände, aufgetürmte Trümmer
  • Schnittbilder
  • Tagbilder:
  • Totale des komplett zerstörten Hauses
  • Eingestürzte Wände, Trümmerberge
  • Feuerwehr weiterhin vor Ort
  • Kriminalpolizei bei Ermittlungen
  • Feuerwehrleute untersuchen Trümmerberg
  • Schnittbilder

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