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Datum: 19.08.2020 - 18:43 Uhr | Schleswig-Holstein

Unfallchaos auf der Autobahn mit acht Verletzten: A23 nach Unfällen auf beiden Richtungsfahrbahnen mehrere Stunden komplett gesperrt

Zunächst Zusammenstoß zwischen zwei Autos - Rückstau in Gegenrichtung durch Sperrung der Auffahrt - Während Aufräumarbeiten dann weiterer schwerer Unfall auf Gegenspur

Unfallchaos auf der Autobahn mit acht Verletzten: A23 nach Unfällen auf beiden Richtungsfahrbahnen mehrere Stunden komplett gesperrt: Zunächst Zusammenstoß zwischen zwei Autos - Rückstau in Gegenrichtung durch Sperrung der Auffahrt - Während Aufräumarbeiten dann weiterer schwerer Unfall auf Gegenspur

Datum: 19.08.2020 - 18:43 Uhr
Ort: Autobahn 23 bei Itzehoe / Schleswig-Holstein / Kreis Steinburg

Vollsperrung der A23 in beide Richtungen nach zwei schwere Verkehrsunfällen am späten Nachmittag in Höhe der Anschlußstelle Itzehoe-Nord in Schleswig-Holstein: Zunächst befuhr ein Honda, besetzt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern, befuhr die Autobahn Richtung Süden. In Höhe der Auffahrt in Itzehoe Süde wollte er auffahrenden Verkehrsteilnehmern den Weg quasi frei machen, wechselte er auf die linke Spur und übersah dabei vermutlich einen Mercedes, der mit hoher Geschwindigkeit von hinten nahte.
Dessen Fahrer, der sich allein im Wagen befand, konnte den Zusammenstoß offenbar nicht mehr verhindern. Die Fahrzeuge stießen zusammen, wobei eines – wahrscheinlich der Mercedes – noch gegen die Mittelleitplanke stieß.Mit Totalschaden wurden Honda und Mercedes abgeschleppt. Die drei Erwachsenen und zwei Kinder wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Bei den Aufräumarbeiten dann ein Schreckensmoment für die Retter: Auf der Gegenfahrbahn ertönte ein metallische Quietschen. Dort hatte sich Richtung Norden ein Stau gebildet, da der Verkehr rund um die Autobahnzufahrten nahezu zum Erliegen gekommen war.
In der Folge ereignete sich der zweite Unfall, der sogar eine ähnliche Ursache hatte.Der Fahrer eines Toyotas war erst ans Stauende herangefahren und wollte dann offenbar seinen Wagen an den stehenden Fahrzeugen vorbei lenken. Er übersah dabei wohl einen Transporter, der von hinten nahte. Dessen Fahrer konnte einen Zusammenstoß nicht vermeiden, beide Fahrzeuge prallten daraufhin gegen ein weiteres Auto. Dabei kippte der Toyota auf die Seite. Dessen Fahrer wurde schwer verletzt. die zwei weiteren Fahrer erlitten leichte Verletzungen. Trümmerteile beschädigten schließlich noch zwei weitere Fahrzeuge.
Die A23 war für die Rettung und Aufräumarbeiten zwischen den Anschlussstellen Itzehoe-Nord und -West insgesamt knapp drei Stunden voll gesperrt.

© westkuesten-news.de / Florian Sprenger
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Unsere O-Töne
O-Ton Alexander Hoop, Augenzeuge: "Als ich auf dem Weg hier auf der A23 war, habe ich vor mir gesehen, dass auf der anderen Seite ein Unfall war und auf meiner Fahrbahn fuhren die schon langsamer und auch die Fahrzeuge die Richtung Itzehoe abbiegen wollten haben gebremst. In dem Moment knallte es auch schon, sodass ein Fahrzeug auch auf die Seite gefallen ist. Bei einem großen Transporter ist vorne sogar das Rad weggebrochen. Es ging auch in Sekundenschnelle und das war auch ein Erlebnis was ich nicht so oft erleben möchte. Es wurde auch gleich geholfen und es sind auch Berufskollegen von mir aus der Feuerwehr ausgestiegen und haben sofort mitgeholfen. Es waren leider auch viele Schaulustige dabei, aber die meisten haben gut unterstützt. Auch die Feuerwehr sowie die Polizei waren schnell vor Ort."

O-Ton Kevin Suck, Feuerwehr Itzehoe: "Wir wurden zu einem Verkehrsunfall auf die A23 alarmiert, da dort Betriebsstoffe ausliefen. Dort eingetroffen haben wir festgestellt dass es zu einem Unfall zwischen drei Fahrzeugen gekommen war und eine Person verletzt worden war. Gegen 17.10 Uhr kam es dann auf der Gegenfahrbahn, der Fahrbahn in Richtung Norden, ebenfalls zu einem Verkehrsunfall, an dem erneut drei PKW beteiligt waren. Ein Auto befand sich nach dem Unfall in Seitenlage. Unser Glück war dass Rettungsmittel schnell vor Ort waren und sich auch eine Notärztin unter den Ersthelfern befand. Somit konnte eine erstklassige Erstversorgung der Verletzten stattfinden, sodass wir als Feuerwehr uns auf die Technische Hilfeleistung konzentrieren konnten. Im Stau war nicht zu vermeiden dass viele Personen sich das Geschehen auf der Gegenfahrbahn angesehen haben - uns hat aber zum Glück niemand in unserer Arbeit behindert und es haben auch nur sehr wenige Leute Bilder gemacht und gefilmt - dort haben wir nichts negatives zu berichten. Zwei Personen wurden mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, alle anderen sind nur sehr leicht verletzt. So etwas haben wir in dieser Schwere auch noch nicht erlebt - es kommt zwar immer mal wieder zu Unfällen auf den Gegenfahrbahnen wenn es auf der Autobahn zu einem Unfall kommt - mit einer solchen Vielzahl an Fahrzeugen und Verletzten ist das aber eher die Ausnahme.

    Unsere Bilder
  • Totale der Unfallstellen auf der Autobahn
  • Erste Unfallstelle: Einsatzkräfte vor Ort, Unfallfahrzeuge werden geborgen
  • Vollsperrung beider Fahrtrichtungen, Stau, Autofahrer stehen neben ihren Autos
  • Schwenk über beide Fahrbahnen
  • Einsatzfahrzeuge rasen mit Blaulicht durch Rettungsgasse
  • Zweite Unfallstelle: Umgestürzter Geländewagen auf Fahrbahn, Ersthelfer am Fahrzeug
  • Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort
  • Zahlreiche Einsatzfahrzeuge an der Unfallstelle
  • Beschädigte Unfallfahrzeuge auf der Autobahn
  • Abschleppwagen vor Ort
  • diverse einsatztypische Schnittbilder

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